WAHLPROGRAMM - WÄHLERVEREIN ZUKUNFT WERMELSKIRCHEN 08.01.2025
2. Unser Ziel ist es, durch konsequente Sauberkeit, hochwertige Grünpflege und den Ausbau eines erstklassigen Wanderwegenetzes die Lebensqualität unserer Bürger spürbar zu steigern und gleichzeitig als attraktivste Kommune im Bergischen Land den Tourismus zu stärken.
3. Wir wollen jährlich ein stadtweites Fußballturnier für Kinder ins Leben rufen. Genutzt werden die städtischen Bolzplätze. Mit dieser Aktion sollen auch Kinder, die nicht Mitglied in einem Sportverein sind, die Möglichkeit haben Turniererfahrung zu sammeln.
4. In unserer gemeinsamen Ratsarbeit sollten Brücken entstehen, wann immer sinnvolle Anträge das Wohl unserer Gemeinde voranbringen können. Brandmauern sollten nur dann selbstverständlich sein, wenn es darum geht, radikale und rassistische Inhalte abzulehnen.
5. Um der Bildungsherausforderung auf kommunaler Ebene aktiv entgegenzuwirken, schlagen wir vor, das bewährte „Spelling Bee“-Modell aus den USA auf unsere Grundschulen zu übertragen. Ein solcher Buchstabierwettbewerb würde nicht nur das Sprachverständnis stärken, sondern auch positive Leistungsanreize für die Schüler schaffen.
6. Ein Bürgerausschuss soll als politisches Gremium den Bürgern die Möglichkeit bieten, sämtliche Bürgeranliegen, einschließlich Petitionen und Unterschriftenlisten persönlich vorzutragen und diese direkt mit den Ausschussmitgliedern sowie Vertretern der Stadtverwaltung zu erörtern.
7. Wir wollen neue Maßstäbe im Bereich Transparenz setzen mit der Einführung eines Bürgerportals. Dort sollen sich die Bürger einen Überblick über Bürgerbeteiligung und politische Beschlüsse der Stadt über das Ratsinformationssystem verschaffen.
8. Der Heimatpreis für lokales Engagement ist ein bedeutendes Instrument zur Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen. Die Stadt sollte sicherstellen, dass der Ehrenamtspreis langfristig vergeben wird - unabhängig von der Dauer der Landesförderung - durch politisch unabhängige Jurymitglieder.
10. Mit der Unterzeichnung einer Ehrenerklärung bekennen sich unsere Kandidaten zum Wählerwillen. Sie verpflichten sich, ausschließlich legitimen Zählgemeinschaften beizutreten, sich keinem Fraktionszwang zu unterwerfen und ihre Ratsarbeit konsequent im Interesse der Bürger auszurichten.
11. Eine deutliche Aufstockung der Einwohnerzahl würde bei vorhandener Infrastruktur wie Bildung, Gesundheit und Sicherheit zu Engpässen führen. Zudem könnte die Lebensqualität der bestehenden Bevölkerung durch weniger Grünflächen und zunehmenden Verkehr beeinträchtigt werden. Unsere Gemeinde sollte stattdessen die infrastrukturelle Versorgung und Ausstattung unserer Ortschaften fördern.
12. Wir legen bei der nachhaltigen Energiegewinnung besonderen Fokus auf die Förderung von Photovoltaikanlagen und die Nutzung von Biomasse. Letztere bietet eine effiziente Möglichkeit, Reststoffe und Nebenprodukte der Landwirtschaft ressourcenschonend und umweltfreundlich zu verwerten.
13. Ein Expertenrat könnte das Fachwissen unserer Einwohner überparteilich bündeln. Dieses Gremium könnte sich quartalsweise treffen, um zu aktuellen kommunalpolitischen Schwerpunktthemen beratend Stellung zu nehmen. Wir erwarten, dass die Arbeit dieses Rats insbesondere bei jungen Talenten die Identifikation mit der Stadt stärkt.
14. Wir fordern ein weitsichtiges kommunales Flächenmanagement. Im Flächennutzungsplan sollen landwirtschaftliche Flächen grundsätzlich geschützt werden, um die Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln zu sichern und gleichzeitig regionale Betriebe zu fördern.
15. Wir fordern ein Mitspracherecht für Kommunen bei der Zuteilung von Flüchtlingen, damit die Aufnahme in Einklang mit der verfügbaren Wohnraum- und Betreuungskapazität erfolgt. Zudem sprechen wir uns für die Einführung eines europaweiten Verteilungsmechanismus aus, der solidarischer gestaltet ist und die Kommunen nachhaltig entlastet.
16. Wir setzen uns für eine starke Forst- und Landwirtschaft ein, da sie die lokale Wirtschaft stärkt, Arbeitsplätze schafft und die Kulturlandschaft bewahrt. Diese ist nicht nur ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität, sondern auch von großer Bedeutung für den Tourismus in unserer Kommune.
17. Unsere Kommune sollte Projekte zwischen den Generationen fördern, bei denen sowohl junge als auch ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichermaßen profitieren. Ein Beispiel hierfür könnte eine Kooperation zwischen der Kattjugend und dem Reparaturcafé sein, die den Austausch von Fähigkeiten und Erfahrungen unterstützt.
18. Wir setzen uns für ein striktes Schuldencontrolling ein, um die Notwendigkeit eines erneuten Haushaltssicherungskonzepts langfristig zu vermeiden. Außerplanmäßige Schuldenaufnahmen lehnen wir ab, da sie künftige Generationen unverhältnismäßig durch höhere Steuerlasten belasten würden.
19. Der Ehrenamtspreis sollte um die Kategorie „Idee des Jahres“ erweitert werden. Diese Auszeichnung bietet allen Bürgern die Möglichkeit, ihre innovativen Vorschläge zu präsentieren, die zur positiven Entwicklung der Stadt beigetragen haben.
20. Integration ist keine Einbahnstraße – sie erfordert Anstrengungen von beiden Seiten, doch wer in Wermelskirchen Schutz sucht, sollte sich aktiv in unsere Gesellschaft einbringen. Das Erlernen der deutschen Sprache und die Akzeptanz unserer Werte und Rechtsordnung sind die Grundpfeiler einer erfolgreichen Integration.
21. Wir sollten die Ideen und die Vorstellungen junger Menschen ernst nehmen. Deswegen wollen wir großzügiges städtisches Budget bereitstellen, damit das Jugendparlament Projekte verwirklichen kann und für die Jugend in Wermelskirchen eine echte Stimme in der Gestaltung unserer Kommune verankert werden kann.
22. Das Jugendparlament soll die Möglichkeit bekommen, sich aktiv mit anderen Jugendparlamenten zu vernetzen und einen kreativen Ideenpool zu schaffen, der innovative Ansätze jugendrelevante Themen bündelt und den interkommunalen Dialog stärkt.
24. Die Stadt sollte eine bedeutende Investition in die Aufwertung und Neugestaltung des gesamten Außenbereichs der Kattwinkelschen Fabrik tätigen. Ziel ist es, das Areal als zentrale Anlaufstelle für Bürger und Gäste jeden Alters zu etablieren – ein attraktiver Treffpunkt für Einheimische ebenso wie für Besucher. Zudem ist eine regelmäßige und langfristige Pflege des Geländes sicherzustellen.
25. Wir möchten in Wermelskirchen ein Jugendparlament etablieren, welches im Gegensatz zum Kijupa maximale politische Mitbestimmung ermöglichen soll. Es können gesellschaftliche Themen vertieft werden und zu älteren Jahrgängen im Rat erhöht sich die Anerkennung gegenüber komplexeren Zusammenhängen.
26. Ein Kinderparlament soll parallel bestehen, um politische Themen altersgerecht aufzubereiten, die politische Bildung zu fördern und Kinder auf das Jugendparlament vorzubereiten. Die örtlichen Schulen begleiten das Projekt durch unterstützende Angebote.
27. Wir schlagen die Einrichtung eines jährlichen Runden Tisches zur Kita- und Schulproblematik vor, bei dem Eltern, Kita- sowie Schulleitungen und Verwaltung gemeinsam Lösungen entwickeln können. Dieser Austausch soll nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch einen aktiven und kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Betreuungssituation auslösen.
29. Der Erhalt unseres Krankenhauses muss für den Rat oberste Priorität haben – es ist ein zentraler Pfeiler unserer Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus sollten wir alles daransetzen, die Geburtshilfe nach Wermelskirchen zurückzuholen und die medizinische Versorgung in allen Stadtteilen langfristig sicherzustellen.
30. Wir sind gegen die Kriminalitätsstatistik als geeignetes Instrument für eine fundierte Diskussion über Sicherheit. Sie erfasst ausschließlich die von der Polizei registrierten Straftaten und lässt die Dunkelziffer unentdeckter Delikte außer Acht. Gleichzeitig bleiben potenzielle Straftaten unberücksichtigt, die durch das vorsorgliche Meiden bestimmter Orte oder Zeiten Bürgern verhindert werden.
31. Wir möchten die Chancen der Künstlichen Intelligenz aktiv in der Verkehrsplanung nutzen und damit einen echten Innovationsschub für unsere Kommune schaffen! Praktische Anwendungen wie die frühzeitige Erkennung von Straßenschäden oder die Optimierung von Ampelschaltungen zeigen bereits, welches Potenzial KI bietet.
34. Im Rahmen einer einjährigen Testphase sollen Frauen durch Gutscheine vergünstigte Nachttaxifahrten angeboten werden. Der Heimweg nach Feierabenden oder Nachtschichten ist für viele Frauen mit Unsicherheitsgefühlen verbunden, insbesondere wenn nächtliche Verkehrsverbindungen insbesondere zu den Außenbezirken eingeschränkt sind.
35. Finanz- und Wirtschaftskompetenzen werden in den Schulen derzeit kaum vermittelt, obwohl dieses nachhaltige Thema ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungsphase junger Menschen ist. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt Online-Wettbewerbe wie das "Planspiel Börse" für die weiterführenden Schulen anbietet, um praxisorientiertes Wissen in diesen wichtigen Bereichen zu fördern.
36. Wir möchten die Ordnungspartnerschaft zwischen Ordnungsamt und Polizei weiter stärken und ausbauen. Ein vorrangiges Ziel ist dabei die Schaffung eines gemeinsamen Standortes, an dem beide Institutionen zentral vertreten sind. Ein möglicher Ansatz wäre die Erweiterung der Polizeidienststelle am Rathaus, um diese gemeinsam mit dem kommunalen Ordnungsdienst als Anlaufstelle für die Bürger bereitzustellen.
37. Als Wählerverein setzen wir uns für die Einrichtung eines kommunalen Ordnungsdienstes ein, der konsequent die öffentliche Ordnung wahrt und ein sicheres Umfeld für alle Bürger gewährleistet. Dieser Dienst soll durch sichtbare Präsenz und entschlossenes Handeln dazu beitragen, Regelverstöße zu minimieren und das Sicherheitsgefühl in unserer Kommune nachhaltig zu stärken.
38. Der derzeitige Ordnungsgeldkatalog der Stadt erweist sich als wirkungslos und bedarf dringend einer umfassenden Reform. Neben der Festlegung konsequenter Sanktionen bei Ordnungsverstößen sollte der Katalog zudem klar und transparent aufzeigen, durch welche Maßnahmen eine konsequente Durchsetzung gewährleistet wird.
40. Mit dem Radiosender Hilgen-WK verfügt Wermelskirchen über ein interessantes interkommunales Projekt. Aufgrund der Überparteilichkeit des Projektes versprechen wir uns in Zukunft deutliche Fortschritte der Zusammenarbeit in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Jugendprojekte und Kulturveranstaltungen.
41. Fähigkeiten in Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Konfliktlösung sind entscheidend für eine gesunde Klassenatmosphäre und helfen jungen Menschen, Stress im Schulalltag sowie später im Berufsleben zu bewältigen. Diese sollten durch Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften und Klassenfahrten gezielt gefördert werden.
43. Ein gemeinsamer Fraktionstag soll insbesondere Senioren die Möglichkeit bieten, die Fraktionen im Ratssaal zu treffen und gezielt zu wichtigen Themen zu befragen. Gleichzeitig stärkt der Termin den Dialog und die Zusammenarbeit der Fraktionen, um gemeinsam die besten Ergebnisse für die Kommune zu erreichen.
44. Angesichts hoher Energiepreise, fehlenden Wohnraums, Investitionsstaus und der anhaltenden Unterfinanzierung der Kommunen sollte die Stadt Wermelskirchen sowohl wichtigen Städtebündnissen beitreten als auch eigene Initiativen entwickeln. Ziel ist es, ihren Einfluss auf die Bundespolitik nachhaltig zu stärken und effektive Lösungen für drängende Herausforderungen voranzutreiben.
45. Wermelskirchen verfügt über eine nahezu identische Fläche wie Remscheid. Doch die besondere Topografie unserer Stadt wirkt sich negativ auf die Einsatzreaktionszeit der Polizei aus. Um den Bürgern schnelle und effiziente Hilfe zu gewährleisten, ist ein zusätzlicher Streifenwagen in unserem Stadtgebiet unerlässlich.
46. Die Bürger sollen künftig die Möglichkeit erhalten, über ein Umfragetool zu zentralen Themen befragt zu werden. Regelmäßige Umfragen fördern die Transparenz und Bürgernähe der Kommunalpolitik. Der Rat kann auf diese Weise die Tendenzen und Wünsche der Bevölkerung gezielt in seine Entscheidungsfindung einfließen lassen.
48. Wählervereine erfüllen im Rathaus einen wichtigen demokratischen Zweck, weil sie im Gegensatz der Ortsverbände der Bundesparteien nicht unter dem Einfluss einer höheren Stelle im Kreis, Land oder Bund stehen. Zukunft Wermelskirchen sieht diese Unabhängigkeit als große Chance, als kritische und korrigierende Kraft wichtige Impulse bei der Ratsarbeit zu setzen.
49. Eine umfassende Wiederaufforstung unserer Wälder ist ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz, da Wälder CO₂ binden und die Luftqualität verbessern. Gleichzeitig erhöhen sie die Lebensqualität der Bürger und schaffen wertvollen Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.
50. Für den Energiemix ist die Windkraft ein zentraler Bestandteil. In unserer Kommune schließen wir Windräder jedoch aus, um das Landschaftsbild zu erhalten, Anwohner vor Belastungen zu schützen und sensible Lebensräume im Sinne des Natur- und Artenschutzes zu bewahren.